Museum Eckernförde 
Museum Eckernförde : Sonderausstellungen : "Etablissements" und andere "Localitäten"
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Eckernförder Etablissements und andere Localitäten
"Etablissements" und andere "Localitäten". Ein Rückblick auf Eckernförder Gaststätten, Hotels, Cafés und Kneipen

Seegarten
Das Hotel Seegarten (Foto um 1900), das erste Hotel am südlichen Stadtrand, empfing den Badegast mit einem großen Tanzsaal, einem Restaurant und einer Badegelegenheit am Sandstrand.
Eckernförde als Stadt der Gastronomie? Das wäre wohl etwas zu hoch gegriffen, dennoch lässt sich nicht von der Hand weisen, dass mit den Anfängen des Badelebens in Borby und Eckernförde um 1830 auch das Gastgewerbe seine Bedeutung erhielt und einen enormen Aufschwung nahm, der sich nur mit der zunehmenden Zahl der Badegäste erklären lässt.

Das Eckernförder Museum nimmt sich nun dieses Gewerbezweiges mit einer Sonderausstellung an, der sich zu einem der Hauptwirtschaftsfaktoren der Stadt seit dem 19. Jahrhundert entwickelt hat. Dabei stehen die z. T. eigens dafür errichteten Gebäude und ihr Wandel über die Jahrzehnte wie auch das Innenleben der Lokale sowie das kulinarische Angebot im Mittelpunkt der Schau. Reiseführer, Fotografien und originale Ausstattungsstücke einzelner Einrichtungen entführen den Besucher und Betrachter in eine durchaus eigentümliche Welt vor 50 bis 150 Jahren.

Bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges waren es vornehmlich Gäste der finanziell besser gestellten Gesellschaftsschichten, die nicht zuletzt durch die häufige Anwesenheit des deutschen Kaisers Wilhelm II. und seines Bruders Prinz Heinrich angelockt wurden. Für ihre Unterbringung bedurfte es der Einrichtung entsprechender Gasthäuser, die gehobeneren und höchsten Ansprüchen genügen konnten, wie das neue "Marien-Louisen-Bad", der "Kaiserhof" und das "Strandhotel".

Stadtcafé
Das Stadtcafé, 1895 von Carl Schütt als Café eingerichtet, bot neben Kuchen aus der eigenen Konditorei auch einen Garten mit "lauschigen" Lauben und gehörte zu den beliebtesten "Etablissements" der Stadt.

Um die Wende zum 20. Jahrhundert habe es, so wird kolportiert, auf 140 Einwohner eine Gaststätte gegeben. Mit dem Ende des ersten Weltkrieges war es mit der Pracht eines mondänen Bades vorbei, aber der Massentourismus schickte bereits seine Vorboten: Eckernfördes damaliger Bürgermeister Dr. Pönitzsch sorgte für frischen Wind und ließ eine Badeanstalt mit Umkleidekabinen bauen sowie Strandkörbe für die Badegäste anschaffen. Dieser Anschub war notwendig, um Eckernförde als Badestadt in die Spur zu bringen und den Rückgang anderer Gewerbe wie Fischerei und Fischräucherei zu kompensieren.

Unterschiedlichste Ansprüche und Leistungen mussten erfüllt werden, Hotels, Restaurants und Gaststätten mit regionaler und internationaler Küche, Cafés und Kneipen für Nachtschwärmer entstanden neu oder zogen in traditionelle "Etablissements" ein, gar manches Wohnhaus wurde umfunktioniert. Die Gastronomieszene ist - nicht erst seit Beginn des 21. Jahrhunderts - einem steten Wandel unterworfen, was durch Fotos und Ansichtskarten in der Ausstellung und dem begleitenden Bildband aus dem Sutton Verlag dokumentiert wird.

info

Laufzeit
11. November 2012 bis 13. Januar 2013 (Eröffnung am 10. November 2012 um 18.30 Uhr)


Öffnungszeiten
Di - Sa 14.30 - 17 Uhr
So 11 - 17 Uhr
am 26. Dezember 14.30 - 17 Uhr
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Das Museum bleibt am 24., 25. und 31. Dezember 2012 sowie am 1. Januar 2013 geschlossen.

 
Publikationen
Ein Museumsblatt zum Preis von 0,50 Euro. 

Buch zur Ausstellung:
Uwe Beitz, Das Gastgewerbe in Eckernförde, Sutton Verlag, Erfurt 2012, 18,95 Euro

Begleitende Veranstaltungen:
-

 

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