Museum Eckernförde 
Museum Eckernförde : Sonderausstellungen : Eisige Welten
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Eisige Welten
Eisige Welten - Im Reich der Eisbären

Fotografien von Norbert Rosing

 Im April 2014 las Norbert Rosing zufällig in der Zeitung tz (München), dass noch immer kein Name für die beiden Eisbärenzwillinge gefunden war und Bewerbungen für Patenschaften noch angenommen würden. Spontan schickte er eine kurze E-mail an den Tierpark Hellabrunn in München und bewarb sich. Der Rest der Geschichte ist bekannt. Norbert Rosings Spitzname für Freunde ist "Nobby". Da der kleine Eisbär noch sehr klein, sehr niedlich und sehr verspielt war, gab ihm Norbert Rosing seinen Spitznamen. Inzwischen sind die beiden "kleinen" Eisbären ein Jahr alt und sind mächtig gewachsen.

Wer ist Norbert Rosing? 1953 geboren wuchs er auf in Wettringen, einem Dorf im Münsterland. Schon 1975 zog es ihn nach München, wo er seine Frau Elli kennenlernte, mit der er seitdem in Grafrath wohnt, wenn er denn zu Hause ist.

Seine große Leidenschaft Fotografie keimte schon in der Volksschule. Seine erste Veröffentlichung sah er 1980 in der Zeitschrift "Photo". 1992 machte er sich als Naturfotograf selbständig und ist es geblieben. 1988 reiste er im Februar in den kleinen Ort Churchill an der Hudson Bay in Kanada. Er wollte nur den arktischen Winter kennenlernen, nicht ahnend, dass dies der Anfang einer großen Liebe wurde, der Liebe zur Arktis. Daraus entstand die lebenslange Geschichte "Im Reich der Eisbären".

Für fast 20 Jahre wurde der Ort sein zweites Zuhause. Hier erlebte und fotografierte er ungestört alle Jahreszeiten, Wetter, Tiere und Menschen. Ganz oben auf die Liste drängte sich schon nach kurzer Zeit der Eisbär, allein schon durch seine körperliche Präsenz. Mit den Bildern, die Norbert Rosing in diesen Jahren fotografierte, schaffte er den Einzug in die großen Magazine der Welt, hielt Vorträge vor vielen hundert Besuchern, veröffentlichte Bücher und Kalender. Seine Bücher wurden bis Japan, Australien und Korea veröffentlicht.

Seine größten Erfolge feierte Norbert Rosing aber in Zusammenarbeit mit National Geographic USA, die in kurzer Zeit drei seiner Bilder als Titelbilder und -geschichten veröffentlichten. Das Bild "Polar Bear at Ease", das auch hier zu sehen ist, wurde zu einem "Ikonen"-Bild und als Poster weltweit verkauft.

Doch es waren nicht nur die Eisbären, die ihn faszinierten, sondern auch die Polarfüchse, Schneehasen, Moschusochsen, Polarlichter, Sonnen-Lichtphänomene, Gletscher und die weiten, weitgehend noch unzerstörten Landschaften.

Norbert Rosing hat sich aber nicht nur einen Namen mit der Eisbären- und Arktisfotografie gemacht, sondern fotografiert auch für National Geographic Deutschland seit vielen Jahren die "wilde Natur" Deutschland. Daraus entstanden sind zahlreiche Bildbände, Der bekannteste ist "Wildes Deutschland", das inzwischen mehrfach kopiert wurde. Von der Deutschen Post erscheint seit zwei Jahren eine Briefmarkenserie zum gleichen Titel, zuletzt im Frühjahr 2015.

Erderwärmung und die ungezügelte Sucht nach noch mehr Wachstum und Energie stellt die größte Gefahr für die Arktis und somit den Lebensraum der Eisbären dar. Fast tägliche Meldungen in den Medien lassen den Naturliebhabern, Naturschützern und einfach nur normalen Menschen den Magen umdrehen. Unbändige Wut und Ohnmacht machen sich breit. "Fracking" lässt weltweit im Moment die Ölpreise spürbar fallen, was uns allen gefällt, der Preis aber, den die Menschen in den Prärien der USA dafür zu zahlen haben, ist ein Drama. Riesige Industriewüsten werden bleiben, wo einst die Bisons grasten, Wo soll der Mensch in Zukunft seinen Geist ruhen lassen können?

(Begleittext zur Ausstellung)

info

Laufzeit

16. August bis 13. September 2015
Eröffnung: 16. August 2015, 18.30 Uhr


Öffnungszeiten

Dienstag - Samstag
10 - 12.30 Uhr und 14.30 - 17 Uhr

Sonntag
11 - 17 Uhr


Publikationen

Ein Museums-Sammelblätter zum Preis von 0,50 Euro.

Begleitende Veranstaltungen

Führung durch die Ausstellung mit Angeline Schube-Focke am 30. August und am 13. September, jeweils um 15 Uhr.

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