Kategorie: Unsere Sammlungen
Willkommen in Eckernförde: Mit der Bahn ins Ostseebad
Handel und Gewerbe
Haushalt früher
Eckernförde am 5. April 1949
Wohnen im Biedermeier
Die Gilden: Für- und Miteinander
Schriftsteller: Wilhelm Lehmann
Biografie
| 4. Mai 1882 | geboren als Sohn des Lübecker Kaufmanns Friedrich Lehmann und seiner Frau Agathe in Puerto Cabello (Venezuela); wächst mit zwei Geschwistern unter der Obhut der Mutter in Hamburg-Wandsbek auf |
| 1891 | der Vater kehrt nach Südamerika zurück (gest. 1895 in Mexiko) |
| 1900–1908 | Studium in Tübingen, Straßburg, Berlin, Kiel (Anglistik und Romanistik, später auch Germanistik) |
| 1905 | Promotion in Kiel zum Dr. phil. |
| 1906 | Heirat mit Martha Wohlstadt aus Kiel-Gaarden; Lehrer an einer privaten Knabenschule in Eldena; Geburt des Sohnes Clemens Achim (gest. 1907) |
| 1907–1908 | Umzug nach Malente-Gremsmühlen |
| 1908 | Staatsexamen für das höhere Lehramt; Geburt des Sohnes Berthold |
| 1908–1911 | Seminarjahr in Kiel; Lehrer an der Mädchenschule in Neumünster |
| 1912 | Trennung von Martha |
| 1912–1920 | Lehrer an der Freien Schulgemeinde Wickersdorf in Thüringen |
| 1913 | Heirat mit Frieda Riewerts in Heide |
| 1917–1918 | als Landsturmmann einberufen; Fronterfahrung; Geburt des Sohnes Peter |
| 1918–1919 | englische Kriegsgefangenschaft |
| 1919 | der Bruder Walter Lehmann wird Pastor in Borby |
| 1919–1923 | Lehrer im Landschulheim am Solling bei Holzminden |
| 1923 | Übernahme in den staatlichen Schuldienst; Kleist-Preis (gemeinsam mit Robert Musil) |
| 1923–1926 | Oberlehrer an der Realschule (Jungmannschule) in Eckernförde; wohnt ab 1925 im Jungmannufer 16 in Borby |
| 1927 | Geburt der Tochter Agathe |
| 1933 | Eintritt in die NSDAP, obwohl er die nationalsozialistische Ideologie ablehnt |
| 1934–1935 | Erblindung des rechten Auges |
| 1947 | Pensionierung |
| 1949 | Gründungsmitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt |
| 1950 | Mitglied der Akademie der Wissenschaften und Literatur, Mainz; Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, München |
| ab 1950 | lebt Lehmann in Klein-Wittensee |
| 1951 | Kunstpreis des Landes Schleswig-Holstein |
| 1952 | Medaille der Christian-Albrechts-Universität |
| 1953 | Lessing-Preis der Stadt Hamburg |
| 1955 | baut und bezieht ein eigenes Haus im Lützowweg 5 in Eckernförde |
| 1957 | Verleihung des Großen Verdienstordens der BRD zum 75. Geburtstag |
| 1959 | Schiller-Gedächtnis-Preis des Landes Baden-Württemberg |
| 1962 | Ehrenbürger der Stadt Eckernförde |
| 1963 | Kulturpreis der Stadt Kiel |
| 17.11.1968 | Wilhelm Lehmann stirbt in Eckernförde; Beisetzung auf dem Friedhof von Westerthal |
Denker: Lorenz von Stein
Biografie
| 1815 | Wasmer Jacob Lorenz Stein am 15. November in Borby bei Eckernförde geboren |
| 1835– 1839 | Studium der Rechtswissenschaften in Kiel und Jena |
| 1840–1843 | Studienaufenthalt in Berlin und Paris; Erforschung der sozialen Spannungen anhand der kommunistischen und sozialistischen Bewegungen in Frankreich |
| 1842 | „Der Socialismus und Commnismus des heutigen Frankreichs“. Leipzig 1842. Eine noch vor Karl Marx vorgelegte empirische Analyse der sozialen Krise Europas |
| 1845 | a. o. Professor für Staatswissenschaften an der Universität Kiel |
| 1848–1852 | Teilnahme an der politischen Erhebung Schleswig-Holsteins gegen Dänemark; Mitarbeit in der Provisorischen Regierung und deren Gesandter in Paris; Mitglied der Landesversammlung (1850) |
| 1852 | Nach Wiedereingliederung Schleswig-Holsteins in den dänischen Gesamtstaat aus dem Universitätsamt entlassen |
| 1855 | Übersiedlung nach Wien, wo Stein an der Universität den Lehrstuhl für politische Ökonomie erhält; Weiterarbeit an seiner bahnbrechenden und grundlegenden Werken zur Staats- und Verwaltungswissenschaft, Nationalökonomie und Gesellschaftslehre; Gedanklicher Grundzug: Soziale Reformen als Aufgabe der Wirtschaftspolitik; Industriegesellschaft als Sozialstaat, dessen Verwaltung im Dienst der bürgerlichen Freiheit steht |
| 1860 | „Lehrbuch der Finanzwissenschaft“. Leipzig 1860 |
| 1868 | Stein von Kaiser Franz Joseph geadelt. – Seine Arbeit findet bereits zu Lebzeiten zahlreiche Ehrungen und einflussreiche Stellungen weltweite Anerkennung, so auch al Berater der japanischen Regierung für die 1889 erlassene Meiji-Verfassung |
| 1870 | „Handbuch der Verwaltungslehre und des Verwaltungsrechts“. Stuttgart 1870 |
| 1880 | „Die Frau auf dem sozialen Gebiete“. Stuttgart 1880 |
| 1890 | am 23. September in Weidlingau bei Wien gestorben |
Abenteurer: Der Graf von St. Germain
Um den geheimnisvollen Grafen von St. Germain ranken sich viele Legenden. Während seine Herkunft nicht eindeutig belegt werden kann, ist sein Tod nachweisbar: Er starb am 27. Februar 1784 in Eckernförde und wurde in der St.-Nicolai-Kirche beigesetzt. Doch sein Grab ist nach einer Sturmflut im 19. Jahrhundert nicht mehr auffindbar.
Komponist, Alchemist, Geheimagent, Okkultist – der vielsprachige St. Germain bewegte sich in den höchsten Kreisen der europäischen Gesellschaft und Politik seiner Zeit. Bereits in seinem Umfeld fanden sich Verehrer wie Verächter, er polarisierte damals ebenso wie heute. Seine rätselhafte Persönlichkeit begegnet uns in literarischen Werken etwa von Rainer Maria Rilke, Alexander Puschkin, Karl May oder Umberto Eco.
Nach einem Leben in Frankreich, England, den Niederlanden und – nach eigenen, allerdings nicht unabhängig überprüfbaren Angaben – Aufenthalten in Russland und dem Orient, kam er schließlich nach Eckernförde. Unter dem Protektorat des Landgrafen Carl von Hessen experimentierte er in der leerstehenden Otteschen Fabrik in der Kieler Straße mit Farben und Metalllegierungen.
1712 ??
mögliches Geburtsjahr
1743
erstes Auftreten in der Öffentlichkeit als Musiker in England
1745
am 5. Dezember Verhaftung unter dem Vorwurf, ein jakobinischer Spion zu sein
1749, 1750, 1758
Veröffentlichung von Musikwerken
1758
Laboratorium im Loire-Schloss Chambord, danach gefragter Gast Pariser Tischgesellschaften
Frühjahr 1760
Friedensverhandlungen in Holland, Flucht nach England
1763
Färbefabrik mit Botschafter Cobenzl und Madame Nettine in den österreichischen Niederlanden
1774 – 1776
beim Markgrafen Karl Alexander von Ansbach
1776 – 1778
in Sachsen, Berlin und Altona
1779 – 1784
beim Landgrafen Carl von Hessen, die letzten Jahre in Eckernförde
1784
am 27. Februar Tod in Eckernförde





