Vergessen und ­Verdrängt?

Vergessen und ­Verdrängt?

Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg und die Not der Nachkriegszeit sind nicht spurlos an Eckernförde vorbei­gegangen. Fotos, Dokumente und Objekte geben Einblick in die Lebens­situation der Menschen während des Dritten Reiches sowie der Geflüchteten, die ab 1945 in Eckernförde eine Bleibe fanden.

Eckernförder Köpfe

Eckernförder Köpfe

Die Bildschnitzer Gudewerdt, die Kaufmannsfamilie Otte, der legendenumwobene Graf von St. Germain, der Verfassungsrechtler Lorenz von Stein und der Dichter Wilhelm Lehmann ­waren Persönlichkeiten, die die Stadt- und Kulturgeschichte mitgeprägt haben.

Tourismus und Verkehr

Tourismus und Verkehr

Über 180 Jahre alt ist die Geschichte des Ostseebades Eckernförde. Was in Borby mit einem kleinen Badehaus begann, ist inzwischen zu einem der wichtigsten Wirtschafts­faktoren der Stadt geworden. Eine große Modellbahnanlage zeigt die Stadt im Jahr 1951 und verdeutlicht die Rolle des Verkehrs für den modernen ­Tourismus.

Die Modellbahn wurde nach historischen Fotos von den Mitgliedern des Treffs Eckernförder Eisenbahnfreunde (TEE) gebaut, die sie ehrenamtlich betreuen und regelmäßig für die Museumsbesucher in Betrieb nehmen.

Die Modelleisenbahnanlage wird jeden 1. Sonntag im Monat von 13.00 bis 16.30 Uhr durch den Treff Eckernförder Eisenbahnfreunde vorgeführt.

Weitere Vorführungen finden von April bis Oktober jeden Dienstag von 14.30 bis 16.30 Uhr statt. Von November bis März finden Vorführungen an jedem zweiten und dritten Dienstag des Monats von 14.30 bis 16.30 Uhr statt.

Eckernförder Leben

Eckernförder Leben

Die noch immer aktiven Gilden Eckernfördes, ein Biedermeierzimmer, eine Küche aus den 1920er Jahren, historische Geräte für die Wäschepflege und ein reich ausgestatteter Kaufmannsladen berichten vom Leben früher.

Fischfang und Verarbeitung

Fischfang und Verarbeitung

Wo aus Silber Gold ­gemacht wurde

Fischfang und Fischräucherei verdankt Eckernförde ­seine ­wirtschaftliche Blüte. Netzmodelle, Fischerei­geräte und ­Gegenstände aus den Räuchereien ­verweisen auf die als ­»Kieler Sprotten« berühmt ­gewordenen kleinen Fische, die beim Fang silbrig und nach dem ­Räuchern golden glänzen.

Der Tag von Eckernförde

Der Tag von Eckernförde

Im Verlauf des ersten schleswigschen ­Krieges scheiterte am 5. April 1849 ein dänischer Landungs­versuch am ­Widerstand der schleswig-holsteinischen Verteidiger Eckernfördes. Die ­Explosion des dänischen Linienschiffes ­»Christian VIII« ging als Medien­ereignis in die ­Geschichte ein, wovon zahlreiche bildliche Darstellungen und Fundstücke erzählen.

Galerie Eckernförder Künstler

Galerie Eckernförder Künstler

Landschaften, Porträts und Stillleben von Friedrich Thöming, Carl Fiebig und Max Streckenbach stellen Eckern­förder Künstler des 19. und frühen 20. Jahrhunderts vor. Die Künstler­familie Baasch steht beispielhaft für den Weg von der Porträt­malerei zur ­Fotografie. Gemälde des nur wenige Jahre in Eckernförde tätigen Malers Carl Bössenroth zeigen einen impressioni­stischen Blick auf Hafen und Stadt.

Das Museum im alten Rathaus

Das Museum im alten Rathaus

Das Museum Eckernförde liegt im ­Herzen der Stadt direkt am Rathausmarkt und in unmittelbarer Nachbar­schaft der St. ­Nicolai-Kirche. Seit 1987 ist das histo­rische Rathaus der Stadt Kern des ­Museums, das sich von der St. Nicolai­straße bis zur Kieler Straße erstreckt. Im 210 qm großen Bürgersaal, der früher dem Rat der Stadt, den Gilden und Zünften als Versammlungs­ort diente, wird heute die stadtgeschicht­liche Sammlung präsentiert. Hier ­fin­den auch Veranstaltungen wie ­Aus­stellungseröffnungen, Vorträge, ­Lesungen und standesamt­liche Trauungen statt.

Das Archiv Max Streckenbach

Das Archiv Max Streckenbach

Seit vielen Jahren bemüht sich das Museum Eckernförde darum, das Lebenswerk des in Eckernförde 1863 geborenen und 1936 verstorbenen „Blumenmalers“ Max Streckenbach angemessen zu präsentieren und zu erforschen. Die Fülle der in Privatbesitz befindlichen sowie im Kunst- und Auktionshandel kursierenden Bilder ist enorm und, wg. der zahlreichen Drucke (Öldrucke, Offsetdrucke pp), unüberschaubar geworden. Auch Fälschungen bzw. Nachahmungen sind bekannt, falsche Zuschreibungen wg. fehlender Signatur kommen vor.

Im Rahmen der Vorbereitung einer Max-Streckenbach-Ausstellung im Museum Eckernförde wurde 2006 ein Max-Streckenbach-Archiv eingerichtet, das sich zur Aufgabe macht, Bilder und Informationen zu erfassen, zu sichten und zu werten. Die Erfassung des künstlerischen Werks in unserem Archiv soll als Grundlage für weiter gehende wissenschaftliche Forschung dienen. Aus diesem Grund rufen wir alle Eigentümer von Werken des Künstlers auf, uns die Daten und, wenn möglich, ein Foto zu übermitteln, damit eine Art Werkverzeichnis aufgebaut werden kann.

Das Archiv erteilt, wenn möglich, Auskünfte über den Künstler und seine Arbeiten. Allerdings erstellen wir keine Gutachten und Schätzungen für Dritte, da wir als Teil einer öffentlichen Einrichtung nicht dazu befugt sieht.

Bitte senden Sie Ihre Hinweise unter dem Stichwort Streckenbach an die E-Mail-Adresse des Museums (siehe Kontakt).