Galerie Eckernförder Künstler

Das Carl-Bössenroth-Archiv

Das Bössenroth-Archiv wurde anlässlich der Vorbereitung der ersten Retrospektivausstellung im Museum Eckernförde im Jahre 2000 eingerichtet. Wir haben uns zur Aufgabe gemacht, alle erreichbaren Informationen zu Leben und Werk des zu Unrecht fast vergessenen Künstlers zu sammeln, zu ordnen und der wissenschaftlichen Aufarbeitung zugänglich zu machen.

Um diese Aufgabe erfüllen zu können, bitten wir um Hinweise auf Bilder, Briefe, Fotografien usw. per Post, Fax oder E-Mail. Durch gezielte Ankäufe und freundliche Schenkungen darf sich das Museum Eckernförde heute wohl der umfangreichsten öffentlichen Sammlung von Gemälden und Zeichnungen Carl Bössenroths rühmen. Diese Ankäufe waren nur möglich durch die Spendenfreudigkeit einiger Mitglieder unseres Museumsvereins.

Der Erfolg des Archivs ist aber auch darin abzulesen, dass wir seit der letzten Ausstellung im Jahr 2010 zahlreiche neue Hinweise auf Bilder bekommen haben. Deshalb arbeiten wir auch weiterhin an der Erfassung der Gemälde, Gouachen und Zeichnungen mit dem Ziel, ein Werkverzeichnis zu verfassen.

Für das Jahr 2021 ist eine Sonderausstellung zu Carl Bössenroth geplant.

Lebensdaten

ALBERT CARL BÖSSENROTH

  • geboren 06.02.1863 in Berlin als Sohn der Marie Mathilde Bössenroth, geb. von der Föhr, und des Kaufmanns Johann Ernst Gustav Bössenroth
  • zwischen 1880 und 1886 mehrere Semester Kunststudium in Berlin und München
  • 1890 Eheschließung mit Natalie Krieg in München
  • 1905 Scheidung der 1. Ehe und Eheschließung mit Margaretha Skalweit, Erwerb eines Grundstücks in Dachau
  • 1906 Umzug nach Dachau; neben der Malerei Beschäftigung mit der Entwicklung von fixierbaren Pastellfarben (Bössenroth-Pastelle)
  • 1910 Verkauf des Hauses und Rückkehr nach München
  • 1916 als Marinemaler in Kiel, im Mai Übersiedlung nach Eckernförde, später Borby
  • 1919-1921 in Hamburg, danach Umzug nach Berlin, in den 1920er Jahren Aufenthalte in Norwegen und Fehmarn
  • ab 1930 in Berlin, Kurfürstendamm 213 gemeldet, weitere Reisen nach Fehmarn
  • 26.09.1935 in Berlin gestorben
Das Museum im alten Rathaus

Das Museum

Über das Museum

Geschichte des Museums

Obwohl bereits im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts von verschiedenen Seiten in der Stadt Interesse an der Einrichtung eines Heimatmuseums bekundet wurde, gelang es erst 1975, auf Initiative Hans Jessens, das Museum im bescheidenen Rahmen eines Schulgebäudes einzurichten. Den finanziellen Grund hierfür legte die Martin-Kruse-Stiftung. Mit dem Umzug der Stadtverwaltung aus dem alten Rathaus in den benachbarten Neubau ergab sich die einmalige Chance, den historischen Ort zum Ort der Historie umzuwandeln. Von der Stadt Eckernförde wurde das alte Rathaus mit finanzieller Unterstützung des Landes Schleswig-Holstein von Grund auf restauriert und 1987 als Museum eingerichtet.

Altes Rathaus

Der Kernbau wurde um die Mitte des 15. Jahrhunderts vermutlich als „Zeughaus“ errichtet, später mehrfach umgebaut und erweitert. Besonders erwähnenswert ist der ca. 210 qm große, das gesamte Obergeschoß einnehmende Bürgersaal. Er diente als Versammlungssaal für den Rat der Stadt, für die Gilden und Zünfte, für Gerichtsverhandlungen und Hochzeiten der Bürger. Das Rathaus ist der bedeutendste Profanbau der Stadt und zählt zu den bemerkenswertesten seiner Art in Schleswig-Holstein.

Leitbild

Das Museum Eckernförde im historischen Rathaus ist eine zentrale Einrichtung des kulturellen Lebens der Stadt Eckernförde. Es wendet sich an alle interessierten Einwohner/innen der Stadt, ihre Gäste und an kulturinteressierte Touristen. Das Museum ist familien- und behindertenfreundlich.

Das Museum befindet sich in städtischer Trägerschaft und wird durch den Museumsverein Eckernförde e.V. personell und finanziell unterstützt.

Zusammen mit dem Stadtarchiv Eckernförde stellt das Museum Eckernförde das (kultur-) historische Gedächtnis der Stadt dar. Es bewahrt Sachzeugnisse der lokalen und regionalen Kunst, der Geschichte, der Alltagskultur und von besonderen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens für die nachfolgenden Generationen.

Das gezielte Sammeln zur Ergänzung und Vertiefung der vorhandenen Schwerpunkte oder auch zum Aufbau neuer Sammlungsbereiche gehört wie das aktive Bewahren und das wissenschaftliche Erforschen und Dokumentieren der Objekte zu den Kernaufgaben der Museumsarbeit. Dazu gehört auch die Herausgabe von Katalogen und Sammelblättern sowie die Teilnahme an der Internetplattform von „digiCULT“.

Die Ergebnisse dieser Arbeit werden in ständigen und wechselnden Ausstellungen besucherbezogen präsentiert und museumspädagogisch vermittelt. Das Museum will damit Interesse für historische und künstlerische Zusammenhänge wecken. Hierbei richten sich die Angebote von Führungen, Projekten, Gesprächen und Vorträgen zielgruppenorientiert sowohl an Kinder und Jugendliche als auch an Erwachsene aller Altersgruppen. Das Museum leistet dadurch einen wichtigen Beitrag zum Verständnis von Geschichte, Kunst und historischen Lebenswelten Eckernfördes auf einer breiten Basis.

Die Zusammenarbeit und der Austausch mit anderen, auch überregionalen Museen und Kultureinrichtungen, mit Wissenschaftlern/innen und Sammlern/ innen, aber auch mit Künstlern/innen und Kunsthandwerkern/innen ist ein wesentliches Anliegen. Deshalb ist das Museum Eckernförde Mitglied im „Deutschen Museumsbund e.V.“ und im „Museumsverband Schleswig-Holstein e.V.“ und unterstützt wissenschaftliche Arbeit, die das museale Themenspektrum berührt.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Museums stellen sich gern den Fragen und Wünschen der Besucher/innen und nehmen Anregungen und konstruktive Kritik in die konzeptionelle Arbeit auf.

Stand: 8. November 2010