Tourismus und Verkehr

Über 180 Jahre alt ist die Geschichte des Ostseebades Eckernförde. Was in Borby mit einem kleinen Badehaus begann, ist inzwischen zu einem der wichtigsten Wirtschafts­faktoren der Stadt geworden. Eine große Modellbahnanlage zeigt die Stadt im Jahr 1951 und verdeutlicht die Rolle des Verkehrs für den modernen ­Tourismus.

Die Modellbahn wurde nach historischen Fotos von den Mitgliedern des Treffs Eckernförder Eisenbahnfreunde (TEE) gebaut, die sie ehrenamtlich betreuen und regelmäßig für die Museumsbesucher in Betrieb nehmen.

Die Modelleisenbahnanlage wird jeden 1. Sonntag im Monat von 13.00 bis 16.30 Uhr durch den Treff Eckernförder Eisenbahnfreunde vorgeführt.

Weitere Vorführungen finden von April bis Oktober jeden Dienstag von 14.30 bis 16.30 Uhr statt. Von November bis März finden Vorführungen an jedem zweiten und dritten Dienstag des Monats von 14.30 bis 16.30 Uhr statt.

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Eckernförder Leben

Die noch immer aktiven Gilden Eckernfördes, ein Biedermeierzimmer, eine Küche aus den 1920er Jahren, historische Geräte für die Wäschepflege und ein reich ausgestatteter Kaufmannsladen berichten vom Leben früher.

Was sich z. B. vor gut 100 Jahren in der Küche ereignet haben könnte, erzählen wir in einem Hörspiel, das Julika Grimm im Rahmen ihres FSJKultur erarbeitet hat – eine Geschichte aus der Zeit des Matrosenaufstandes 1918.

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Fischfang und Verarbeitung

Wo aus Silber Gold ­gemacht wurde

Fischfang und Fischräucherei verdankt Eckernförde ­seine wirtschaftliche Blüte. Netzmodelle, Fischerei­geräte und Gegenstände aus den Räuchereien ­verweisen auf die als ­»Kieler Sprotten« berühmt gewordenen kleinen Fische, die beim Fang silbrig und nach dem Räuchern golden glänzen.

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Der Tag von Eckernförde

Im Verlauf des ersten schleswigschen ­Krieges scheiterte am 5. April 1849 ein dänischer Landungs­versuch am ­Widerstand der schleswig-holsteinischen Verteidiger Eckernfördes. Die  Explosion des dänischen Linienschiffes ­»Christian VIII« ging als Medien­ereignis in die Geschichte ein, wovon zahlreiche bildliche Darstellungen und Fundstücke erzählen.

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Galerie Eckernförder Künstler

Landschaften, Porträts und Stillleben von Friedrich Thöming, Carl Fiebig und Max Streckenbach stellen Eckern­förder Künstler des 19. und frühen 20. Jahrhunderts vor. Die Künstler­familie Baasch steht beispielhaft für den Weg von der Porträt­malerei zur ­Fotografie. Gemälde des nur wenige Jahre in Eckernförde tätigen Malers Carl Bössenroth zeigen einen impressioni­stischen Blick auf Hafen und Stadt.

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Das Museum im alten Rathaus

Das Museum Eckernförde liegt im ­Herzen der Stadt direkt am Rathausmarkt und in unmittelbarer Nachbar­schaft der St. ­Nicolai-Kirche. Seit 1987 ist das histo­rische Rathaus der Stadt Kern des Museums, das sich von der St. Nicolai­straße bis zur Kieler Straße erstreckt. Im 210 qm großen Bürgersaal, der früher dem Rat der Stadt, den Gilden und Zünften als Versammlungs­ort diente, wird heute die stadtgeschicht­liche Sammlung präsentiert. Hier ­fin­den auch Veranstaltungen wie ­Aus­stellungseröffnungen, Vorträge, ­Lesungen und standesamt­liche Trauungen statt.

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Das Archiv Max Streckenbach

Seit vielen Jahren bemüht sich das Museum Eckernförde darum, das Lebenswerk des in Eckernförde 1863 geborenen und 1936 verstorbenen „Blumenmalers“ Max Streckenbach angemessen zu präsentieren und zu erforschen. Die Fülle der in Privatbesitz befindlichen sowie im Kunst- und Auktionshandel kursierenden Bilder ist enorm und, wg. der zahlreichen Drucke (Öldrucke, Offsetdrucke pp), unüberschaubar geworden. Auch Fälschungen bzw. Nachahmungen sind bekannt, falsche Zuschreibungen wg. fehlender Signatur kommen vor.

Im Rahmen der Vorbereitung einer Max-Streckenbach-Ausstellung im Museum Eckernförde wurde 2006 ein Max-Streckenbach-Archiv eingerichtet, das sich zur Aufgabe macht, Bilder und Informationen zu erfassen, zu sichten und zu werten. Die Erfassung des künstlerischen Werks in unserem Archiv soll als Grundlage für weiter gehende wissenschaftliche Forschung dienen. Aus diesem Grund rufen wir alle Eigentümer von Werken des Künstlers auf, uns die Daten und, wenn möglich, ein Foto zu übermitteln, damit eine Art Werkverzeichnis aufgebaut werden kann.

Das Archiv erteilt, wenn möglich, Auskünfte über den Künstler und seine Arbeiten. Allerdings erstellen wir keine Gutachten und Schätzungen für Dritte, da wir als Teil einer öffentlichen Einrichtung nicht dazu befugt sieht.

Bitte senden Sie Ihre Hinweise unter dem Stichwort Streckenbach an die E-Mail-Adresse des Museums (siehe Kontakt).

Das Carl-Bössenroth-Archiv

Das Bössenroth-Archiv wurde anlässlich der Vorbereitung der ersten Retrospektivausstellung im Museum Eckernförde im Jahre 2000 eingerichtet. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, alle erreichbaren Informationen zu Leben und Werk des spätimpressionistischen Künstlers, der wichtige Schaffensjahre in Eckernförde verbrachte, zu sammeln, zu ordnen und der wissenschaftlichen Aufarbeitung zugänglich zu machen.

Um diese Aufgabe erfüllen zu können, bitten wir um Hinweise auf Bilder, Briefe, Fotografien usw. per Post, Fax oder E-Mail. Durch gezielte Ankäufe und freundliche Schenkungen darf sich das Museum Eckernförde heute wohl der umfangreichsten öffentlichen Sammlung von Gemälden und Zeichnungen Carl Bössenroths rühmen. Die Ankäufe ermöglichten uns die Mitglieder des Museumsvereins Eckernförde e. V.

Der Erfolg des Archivs ist auch darin abzulesen, dass wir in den vergangenen Jahren viele neue Hinweise auf Bilder bekommen haben. Deshalb arbeiten wir auch weiterhin an der Erfassung der Gemälde, Gouachen und Zeichnungen mit dem Ziel, das Werkverzeichnis zu vervollständigen.

 

Lebensdaten

ALBERT CARL BÖSSENROTH

  • geboren am 06.02.1863 in Berlin als Sohn der Marie Mathilde Bössenroth, geb. von der Föhr, und des Kaufmanns Johann Ernst Gustav Bössenroth
  • zwischen 1880 und 1886 Kunststudium in Berlin und München
  • 1889 zieht nach München und beteiligt sich fortan an zahlreichen Ausstellungen
  • 1890 Eheschließung mit Natalie Krieg in München
  • 1905 Scheidung der 1. Ehe und Eheschließung mit Margaretha Skalweit, Erwerb eines Grundstücks in Dachau
  • 1906 Umzug nach Dachau; neben der Malerei Beschäftigung mit der Entwicklung von fixierbaren Pastellfarben (Bössenroth-Pastelle)
  • 1910 Verkauf des Hauses und Rückkehr nach München
  • 1915 als Marinemaler in Kiel, im Mai 1916 Übersiedlung nach Eckernförde, später nach Borby
  • 1919 – 1921 in Hamburg, danach Umzug nach Berlin, in den 1920er Jahren Aufenthalte auf den Shetland-Inseln, in Norwegen und auf Fehmarn
  • ab 1930 in Berlin, Kurfürstendamm 213 gemeldet, weitere Reisen nach Fehmarn
  • gestorben am 26.09.1935 in Berlin

Das Museum

Über das Museum

Geschichte des Museums

Obwohl bereits im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts von verschiedenen Seiten in der Stadt Interesse an der Einrichtung eines Heimatmuseums bekundet wurde, gelang es erst 1975, auf Initiative Hans Jessens, das Museum im bescheidenen Rahmen eines Schulgebäudes einzurichten. Den finanziellen Grund hierfür legte die Martin-Kruse-Stiftung. Mit dem Umzug der Stadtverwaltung aus dem alten Rathaus in den benachbarten Neubau ergab sich die einmalige Chance, den historischen Ort zum Ort der Historie umzuwandeln. Von der Stadt Eckernförde wurde das alte Rathaus mit finanzieller Unterstützung des Landes Schleswig-Holstein von Grund auf restauriert und 1987 als Museum eingerichtet.

Altes Rathaus

Der Kernbau wurde um die Mitte des 15. Jahrhunderts vermutlich als „Zeughaus“ errichtet, später mehrfach umgebaut und erweitert. Besonders erwähnenswert ist der ca. 210 qm große, das gesamte Obergeschoss einnehmende Bürgersaal. Er diente als Versammlungssaal für den Rat der Stadt, für die Gilden und Zünfte, für Gerichtsverhandlungen und Hochzeiten der Bürger. Das Rathaus ist der bedeutendste Profanbau der Stadt und zählt zu den bemerkenswertesten seiner Art in Schleswig-Holstein.

Leitbild

Das Museum Eckernförde im historischen Rathaus ist eine zentrale Einrichtung des kulturellen Lebens der Stadt Eckernförde. Es wendet sich an alle interessierten Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt, ihre Gäste und an kulturinteressierte Touristen. Das Museum ist familienfreundlich und weitgehend barrierefrei.

Das Museum befindet sich in städtischer Trägerschaft und wird durch den Museumsverein Eckernförde e. V. personell und finanziell unterstützt. Zusammen mit dem Stadtarchiv Eckernförde stellt das Museum Eckernförde das (kultur-) historische Gedächtnis der Stadt dar. Es bewahrt Sachzeugnisse der lokalen und regionalen Kunst, der Geschichte, der Alltagskultur und von besonderen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens für die nachfolgenden Generationen.

Das gezielte Sammeln zur Ergänzung und Vertiefung der vorhandenen Schwerpunkte oder auch zum Aufbau neuer Sammlungsbereiche gehört wie das aktive Bewahren und das wissenschaftliche Erforschen und Dokumentieren der Objekte zu den Kernaufgaben der Museumsarbeit. Dazu gehören auch die Herausgabe von Katalogen und anderen Publikationen sowie die Teilnahme an der Internetplattform von „digiCULT“.

Die Ergebnisse dieser Arbeit werden in ständigen und wechselnden Ausstellungen besucherbezogen präsentiert und museumspädagogisch vermittelt. Das Museum will damit Interesse für historische und künstlerische Zusammenhänge wecken. Hierbei richten sich die Angebote von Führungen, Projekten, Gesprächen und Vorträgen zielgruppenorientiert sowohl an Kinder und Jugendliche als auch an Erwachsene aller Altersstufen und gesellschaftlichen Gruppen. Das Museum leistet dadurch einen wichtigen Beitrag zum Verständnis von Geschichte, Kunst und historischen Lebenswelten Eckernfördes auf einer breiten Basis.

Die Zusammenarbeit und der Austausch mit anderen, auch überregionalen Museen und Kultureinrichtungen, mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Sammlerinnen und Sammlern, aber auch mit Künstlerinnen und Künstlern ist ein wesentliches Anliegen. Deshalb ist das Museum Eckernförde Mitglied im „Deutschen Museumsbund e. V.“ und im „Museumsverband Schleswig-Holstein e. V.“ und unterstützt wissenschaftliche Arbeit, die das museale Themenspektrum berührt.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Museums stellen sich gern den Fragen und Wünschen der Besucherinnen und Besucher und nehmen Anregungen und konstruktive Kritik in die konzeptionelle Arbeit auf. Sie arbeiten stetig an der Fortentwicklung des Museums.

Stand: August 2024