Schriftsteller: Wilhelm Lehmann

Biografie

4. Mai 1882 geboren als Sohn des Lübecker Kaufmanns Friedrich Lehmann und seiner Frau Agathe in Puerto Cabello (Venezuela); wächst mit zwei Geschwistern unter der Obhut der Mutter in Hamburg-Wandsbek auf
1891 der Vater kehrt nach Südamerika zurück (gest. 1895 in Mexiko)
1900–1908 Studium in Tübingen, Straßburg, Berlin, Kiel (Anglistik und Romanistik, später auch Germanistik)
1905 Promotion in Kiel zum Dr. phil.
1906 Heirat mit Martha Wohlstadt aus Kiel-Gaarden; Lehrer an einer privaten Knabenschule in Eldena; Geburt des Sohnes Clemens Achim (gest. 1907)
1907–1908 Umzug nach Malente-Gremsmühlen
1908 Staatsexamen für das höhere Lehramt; Geburt des Sohnes Berthold
1908–1911 Seminarjahr in Kiel; Lehrer an der Mädchenschule in Neumünster
1912 Trennung von Martha
1912–1920 Lehrer an der Freien Schulgemeinde Wickersdorf in Thüringen
1913 Heirat mit Frieda Riewerts in Heide
1917–1918 als Landsturmmann einberufen; Fronterfahrung; Geburt des Sohnes Peter
1918–1919 englische Kriegsgefangenschaft
1919 der Bruder Walter Lehmann wird Pastor in Borby
1919–1923 Lehrer im Landschulheim am Solling bei Holzminden
1923 Übernahme in den staatlichen Schuldienst; Kleist-Preis (gemeinsam mit Robert Musil)
1923–1926 Oberlehrer an der Realschule (Jungmannschule) in Eckernförde; wohnt ab 1925 im Jungmannufer 16 in Borby
1927 Geburt der Tochter Agathe
1933 Eintritt in die NSDAP, obwohl er die nationalsozialistische Ideologie ablehnt
1934–1935 Erblindung des rechten Auges
1947 Pensionierung
1949 Gründungsmitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt
1950 Mitglied der Akademie der Wissenschaften und Literatur, Mainz; Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, München
ab 1950 lebt Lehmann in Klein-Wittensee
1951 Kunstpreis des Landes Schleswig-Holstein
1952 Medaille der Christian-Albrechts-Universität
1953 Lessing-Preis der Stadt Hamburg
1955 baut und bezieht ein eigenes Haus im Lützowweg 5 in Eckernförde
1957 Verleihung des Großen Verdienstordens der BRD zum 75. Geburtstag
1959 Schiller-Gedächtnis-Preis des Landes Baden-Württemberg
1962 Ehrenbürger der Stadt Eckernförde
1963 Kulturpreis der Stadt Kiel
17.11.1968 Wilhelm Lehmann stirbt in Eckernförde; Beisetzung auf dem Friedhof von Westerthal